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Evangelischer Friedhof Hattingen

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Friedhofskapelle



Friedhofskultur

 



Der Friedhof ist der Ort, an dem die Gemeinde ihre Verstorbenen zur letzten Ruhe geleitet. Bei der kirchlichen Bestattung wird den Hinterbliebenen verkündigt, was das Evangelium über Leben und Tod, über Zeit und Ewigkeit sagt. Die christliche Botschaft bildet den würdigen Rahmen, wenn die Toten zur letzten Ruhestätte geleitet werden, und ist eine wesentliche Hilfe zur Trauerbewältigung.

Das Grab ist der Ort der Trauer. Durch Besuche des Friedhofs und liebevolle Grabpflege haben die Hinterbliebenen einen Platz für den Ausdruck ihrer Trauer und Gedenken an die Toten.

Ein Bedeutungsverlust der traditionellen Friedhofskultur hat sich mit der Zeit ergeben. Friedhöfe dürfen keine anonymen Anlagen werden. Es gilt, die Friedhofskultur zu bewahren. Der Friedhof muss der Ort bleiben, der Räume für Trauerarbeit und Besinnung bietet.

 





Bestattungsformen

 



Auch in Zukunft werden wir mit der Frage konfrontiert werden, wie wir mit der Änderung von Bestattungsformen umgehen. Der Landtag NRW hat ein neues Bestattungsgesetz verabschiedet, das Möglichkeiten für „zeitgemäße“ Bestattungsformen eröffnet. Darunter sind besondere Beisetzungsformen, wie z. B. die Seebestattung und unter bestimmten Voraussetzungen die Verstreuung der Totenasche auch außerhalb des Friedhofs. Die Aufbewahrung der Asche in den Räumen der Hinterbliebenen soll ermöglicht werden.

Auch Erdbestattungen außerhalb des Friedhofs sollen in besonderen Fällen mit Zustimmung der unteren Gesundheitsbehörde von der örtlichen Ordnungsbehörde genehmigt werden können.

 





Konsequenzen für den evangelischen Friedhof

 



Der evangelische Friedhof Hattingen, der von den drei Gemeinden
St. Georg, Johannes und Winz-Baak gemeinsam geführt wird, muss sich auf die Gegebenheiten einstellen. Es genügt nicht, auf mögliche Gesetzesänderungen und neue Beisetzungsformen zu reagieren. Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, muss es lauten:
Gestalten und verwalten.

Ein Weg sollte gefunden werden, wie wir sowohl eine christliche Tradition bewahren können, als auch soweit wie unerlässlich bei der Organisation und Gestaltung des Friedhofs mit der Zeit zu gehen. Die Leitung des Friedhofs ist daher ständig bemüht, sowohl das Äußere des Friedhofs, als auch die verschiedenen Bestattungsformen neuen Entwicklungen anzupassen, ohne die wichtigen und wertvollen Traditionen außer Acht zu lassen.


Seit 2003 wird auch der evangelische Friedhof in Bredenscheid-Stüter von der Friedhofverwaltung in Hattingen mit betreut. Beerdigungen auf diesem Friedhof können daher auch im Haus der Kirche besprochen werden.



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